Mit dem starken Anstieg des Volumens im Direct Lending ergeben sich zunehmend Möglichkeiten, Darlehensportfolios im Sekundärmarkt zu handeln. Es gibt mehrere Gründe für den Verkauf auf dem Sekundärmarkt. An erster Stelle steht das aktive Portfoliomanagement von Limited Partners (LPs), die ihre Allokation anpassen, Gewinne realisieren oder sich aus nicht strategischen Investments zurückziehen wollen. Weitere Motive sind Liquiditätsbedarf, der Denominator-Effekt (Verschiebungen der Portfolio-Gewichte durch Bewegungen in den liquiden Märkten) sowie regulatorische Anforderungen. General Partners (GPs) nutzen den Sekundärmarkt, um in ihrem Portfoliomanagement aktiver zu werden und beispielsweise Branchen-, Sicherheits- oder Jahrgangsrisiken neu zu gewichten sowie ihren Liquiditätsbedarf zu decken. Beim Investment in einen Sekundärmarkt Private Debt Fonds werden sowohl der ‚blind pool-‘ als auch der ‚J-Curve‘-Effekt vermieden, d.h. man investiert in ‚reife‘ und bereits bekannte Portfolios. Da man von den Origination-Ressourcen mehrerer Private Debt-Manager profitiert, ergibt sich gleichzeitig eine sehr breite Risikostreuung.